Biografie

Javier Puertas Salvandor

Javier Puertas Salvandor

Bildhauer und plastischer Künstler

Geboren in Mexiko-Stadt am 4. Februar 1975. Sohn von Maria Paz Tagle Pedronni, Lehrerin des Öffentlichen Bildungsamtes, und Jaime Puertas Navarrete, zweiter Sohn eines Emigrantenpaares aus Spanien.

Als Schüler in öffentlichen Schulen schliesst Javier Puertas seine Bildung bis zur "Preparatoria" (Gymnasium) ab. Künstlerisch ausgebildet wird er von seinem Onkel Prando Pedronni, einem in seiner Generation sehr bekannten Performance-Künstler und Maler und einer der aktivsten politischen Performance-Künstler der 1980er Jahre (des Booms der Performancekunst in Mexiko).

Mit 20 Jahren beginnt Javier Puertas seine Künstlerlaufbahn in einer multidisziplinären Kunstbewegung, welche ihm und anderen neuen Künstlern die Möglichkeit gibt, an kollektiven Ausstellungen im alternativen Kulturzentrum "Obra Negra" in einem alten Stadtteil der mexikanischen Hauptstadt teilzunehmen. Er nimmt zusammen mit bis zu zwanzig Künstlern verschiedener Disziplinen an vier dieser Ausstellungen teil: "Arte multidisciplinario" (Multidisziplinäre Kunst), "Morbo" (Krankhaftigkeit), "Homenaje al kitsch" (Hommage an den Kitsch) und "Homenaje a Jaime Sabines" (Hommage an Jaime Sabines). Der berühmte mexikanische Dichter Jaime Sabines kann überraschenderweise nicht zu seiner Hommage kommen, da er am selben Tag verstirbt.

Später macht Javier Puertas in einer anderen Bewegung mit, welche versucht, Kunst in den Norden von Mexiko-Stadt zu bringen und dadurch die Kultur zu dezentralisieren. Er präsentiert seine Kunst an den Ausstellungen in jedem der Kulturzentren der verschiedenen Stadtteile im Norden der Hauptstadt. Diese Ausstellungen werden von der dortigen Bevölkerung begrüsst und ermöglichen ihm die Realisierung des Wandgemäldes "Der Feuerwehrmann" im Rathaus von Atizapan, im Departement der Feuerwehr.

Gleichzeitig beginnt er mit einer Reihe von plastischen Dekorationsprojekten in Einkaufszentren, bis er von der Firma "Mortem FX" – Spezialeffekte für Kinofilme und Fernsehen – als Modellierer und Bildhauer angestellt wird. Dort erlernt er die Techniken der Reproduktion, des Gussformenbaus und der Spezialeffekte für Dekoration und wird zum Dekorateur ausgebildet. Später arbeitet er mit der Firma "Anima FX" zusammen, der wichtigsten Spezialeffektfirma Mexikos.

Um das Jahr 1999 arbeitet er an zwei grossen Dekorationsprojekten für ein Hotel im US-Bundesstaat Wisconsin und für eine bekannte US-amerikanische Restaurantkette.

Fünf Monate später reist er nach Madrid, wo er als Bühnenbildner für Kurzfilme arbeitet. Im Herbst 2000 reist er nach Bern, wo er den Bildhauer und Dekorateur Manfred Sijtsma kennen lernt. Mit ihm realisiert er die Ausstellung im Maya-Pavillon des Mysteryparks in Interlaken. Seit Herbst 2004 arbeitet Javier Puertas im Theater Basel als Theaterplastiker (Spielzeiten: 2004-2014).